Startseite

Prajnana Yoga ist ein Angebot für traditionelles Raja und Hatha Yoga in Berlin

Prajnana Yoga ist ein Wort aus dem Sanskrit, der Sprache des Yoga und der heiligen indischen Schriften und bedeutet "Weisheit, Intuition, höheres Wissen". Prajnana Yoga steht auch für die Eigenschaften "erkennbar, unterscheidbar". Es heißt aber auch Bewusstsein und steht somit für die schönste Erfahrung, die wir Menschen machen können: Die Erkenntnis einer spirituellen Realität, des Eins-Seins mit Gott, dem Universum, dem Göttlichen, von bedingungsloser Liebe. Das Wort "Yoga" stammt auch dem Sankskrit und bedeutet so viel wie "zusammenfügen" oder (den Geist) "anbinden" (von "yug" = Joch).

Aber keine Angst, das hier ist nichts spirituell theoretisches, kompliziertes, kein Geheimwissen und auch nichts Besonderes. Die Idee von Yoga ist einfach und leicht zu verstehen!

Prajnana Yoga möchte gerne ein Angebot für Dich sein. Und das ganz lebenspraktisch. Erkenntnis meint sowieso nicht etwas theoretisches, intellektuelles - oder irgendeinen esoterischen Schnickschnack - sondern meint etwas tatsächlich greifbares, fühlbares, erlebbares, also etwas, das Du selbst erleben, fühlen und wahrnehmen kannst. Es geht also nicht um etwas, woran Du glaubst (oh, Gott?) und es ist auch ziemlich egal, welchen Namen Du dieser Sache gibst. Sondern es geht um Dein eigenes Erleben von Vertrauen in das Leben, in Deine eigene Seele oder in das, was Du auch immer persönlich in Form eines Gottes verehrst oder wie Deine Gottesidee und Dein Wort dafür ist.

Ganz gleich, wie Du darüber denkst: wir versuchen über etwas zu sprechen, was ziemlich jenseits von Sprache liegt. Wie bei einem Mantra geht es hier nicht um kopfmäßiges Verstehen, sondern um das eigene Erfahren von Verbundenheit. Und bis zu dieser Erkenntnis ist es vielleicht ein etwas längerer Weg.

Warum habe ich Prajnana Yoga gewählt? Weil ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus sicher bin, dass es in jedem von uns einen Kern reinen Mitgefühls gibt. Und dass dieser Kern nicht Körper und nicht Geist ist, sondern etwas Spirituelles - eine unumstößliche Verbindung zu etwas Höherem. Der Mensch strebt nach dieser Erkenntnis - er sucht diese Verbindung oder möchte sie wiederherstellen - auch wenn ihm das vielleicht selbst gar nicht so klar ist. Yoga ist ein über lange Zeit (Jahrtausende?) gereiftes ganzheitliches und lebenspraktisches Übungssystem. Dieses System funktioniert - und das auch für Dich!

Weit verbreitet sind die Körperübungen (asana) - sie stehen bei vielen Yogaschulen im Vordergrund. Das ist auch gut so, denn über den Körper können wir erst einmal einen relativ leichten Zugang finden zu dem, worum es eigentlich im Yoga geht: Den Geist zur Ruhe zu bringen. Und weiter: Ohne Ruhe im Kopf keine Erkenntnis! Das ist für die meisten nicht so einfach und braucht Zeit. Allerdings spürt man die positive Wirkung des Yoga oft bereits in der allerersten Yogastunde: man fühlt sich entspannter, ausgeglichener, ruhiger.

Und noch einmal: es spielt meiner Auffassung nach keine Rolle, wie Du Deinen "Gott" nennst oder welches Bild Du dazu im Kopf hast: das "göttliche", innere Mitte, Zentrum, Herz, Brahman,...

Yoga zeigt sich im Deinem Alltag. Yoga ist eine alltäglich gelebte praktische Absicht. Keine Theorie. Mein Geist ist dann ruhig oder wird es, wenn ich eine Haltung von Freundlichkeit (Wohlwollen) lebe. Und da geht es erstmal nicht um die Erlangung geistiger Befreiung, das "Erwachen". Yoga zeigt sich in der Tat - im freiwilligen, natürlichen Tun. Freundlichkeit hat mit Freude zu tun. Und Freude führt bestimmt zur Erleuchtung.

Wenn Du Deiner Intuition folgst - also Zugang hast zu Deinen inneren Bildern ohne bewusste Analyse - dann spürst Du, "dass da etwas ist", dann spürst Du die Verbindung zu Deinem Herzen und zu Deinem eigenen inneren Göttlichen. Dein Blick richtet sich immer mehr nach innen. Du spürst auch, dass Du wirkliches Glück, das wir alle im Leben suchen, nicht im Außen finden kannst, sondern nur in Deinem eigenen Inneren entdeckt werden kann. Das ist schon für sich genommen eine große Erkenntnis. Und Du geniest die Momente - stillsitzend, atmend, schweigend. Und Du wirst Dich danach sehnen.

Wenn Du diese klare, einfache, direkte Existenz von innerem Glück fühlst, dann verwandelt Dich etwas, dann macht Dich etwas wach. Und Du spürst, dass dieses Etwas, Dich weiter führen wird. Dass da noch mehr geht. Du hast eine sichere Ahnung, dass da noch eine viel tiefere Schönheit und Freude - in Form Deines still wahrgenommenen Lebens - von Dir entdeckt werden möchte.

Das sind intensive Momente der Erfüllung.
Das sind intensive Momente hoher Zufriedenheit.
Das sind intensive Momente tiefer Entspannung.

Du bist zu Hause angekommen.

Und Yoga ist kein Wundermittel. Es braucht wie alles im Leben eine gewisse Beharrlichkeit, ein Dabeibleiben, Ausdauer und das Vertrauen, dass dieser Weg der Richtige ist. Dann aber entwickeln sich im Laufe der Zeit Wahrnehmung und Achtsamkeit für den eigenen Körper – das Bewusstsein wird sozusagen „wacher“ und das Bedürfnis gewinnt an Bedeutung, immer mehr das zu tun, was deutlich erfahrbar so gut tut.

Zurückerobern des Körpers

Prajnana Yoga steht also - erst einmal - für das Zurückerobern des Körpers, für das Lernen, den Körper wieder wahrzunehmen, zu spüren und wieder sicher zu wissen, was ihm gut tut. Dieses Zurückerobern wird unterstützt durch bewusstes Lenken der Energieströme im Körper (pranayama) und durch das Hören oder Singen von Mantras. Wenn dann auch ein ausreichendes Maß an körperlicher Gesundheit und Stabilität erreicht wurde, dann öffnet und verstärkt sich in uns das Bedürfnis nach mehr Tiefe.

Wir können diesen Körper nicht ewig behalten. Insofern liegt nahe, dass wir uns mehr um unser ewiges spirituelles Selbst - die Seele - kümmern sollten. Es ist demnach einleuchtend, unser Streben dann auch darauf zu richten und nicht nur, was mit unserem Körper passiert. Yoga kann der Zugang dazu sein. Mein Ansatz ist ein ganz lebenspraktischer: Man muss kein Asket, Mönch oder Eremit werden. Ich finde es spannend, sich den Aufgaben des weltlichen Lebens zu stellen und sich gleichzeitig spirituell zu bilden und zu entwickeln. Und ich vermute, dass es gut ist, den uns gegebenen Verstand zu nutzen, um sich mit unseren Ängsten, Zweifeln und Schwächen auseinandersetzen. Die Aufgabe besteht darin, mit der erforderlichen Demut die dazu notwendige innere Ruhe zu finden und ein positiver Beitrag für seine Mitmenschen zu werden.

Mantra

Glück ist vielleicht kein Schicksal, sondern Übungssache. Das Singen und Hören von Mantras beim Yoga kann dabei unterstützen, subtile Energien zu aktivieren, unseren Geist zur Ruhe zu bringen und so das Gefühl von Zufriedenheit und Glück verstärken. Die Stimme ist Ausdruck der Seele. Singen macht Freude. In meine Yogaklassen binde ich gerne Mantras ein - manchmal nur am Anfang der Stunde und in der Endentspannung – begleitet von der akustischen Gitarre. In einer speziellen Mantra Yogaklasse werden die asana mit einem Mantra begleitet - die Wiederholung von Silben, Wörtern oder Sätzen steht dabei im Vordergrund - mit traditionellen oder dem westlichen Musikempfinden angepassten Melodien.

Yoga

Was ist Yoga? Darüber findet man Informationen ohne Ende. Meine Wahrnehmung ist, dass die Vorstellungen und Bilder, was Yoga ist und was es sein sollte, sehr weit auseinander gehen. Insofern finde ich es angemessener, eigene Erfahrungen zu machen, besser ihnen zu trauen und zu untersuchen: Was ist Yoga für mich? Und was kann Yoga für Dich sein? Hier findest Du einiges darüber, was Yoga für mich persönlich bedeutet und was Prajnana Yoga ist. Wenn Du Lust hast, Yoga auszuprobieren oder Fragen dazu hast, nimm gerne Kontakt zu mir auf. Wir können eine Einzelstunde vereinbaren oder Du kommst in eine meiner offenen Stunden. Zurzeit unterrichte ich im Raum für Yoga. Ich freue mich von Dir zu hören!

Martin

Eigentlich komme ich aus einer ganz anderen Ecke: Handwerk, Architektur, Immobilien. Die erste Begegnung mit Yoga hatte ich bei Ananda Marga. Als dann eine ganze Zeit später die Dominanz der weltlichen Aufgaben nachlies und die ruhende Suche nach tieferliegendem Sinn sich wieder mehr Raum verschafften konnte, machte ich "zufällig" meine erste Yogastunde im Raum für Yoga. Damals war ich mir nicht klar darüber, welche Bedeutung dies für mich haben würde: Diese erste Stunde war der Beginn eines erkenntnisreichen Weges voller Veränderungen, vieler neuer Erfahrungen und ungeahnter Entwicklungen. Und es ist mein eigener Weg: Das, was Dich suchen lässt, ist das, was Du suchst.

Einst suchte ein Mann einen spirituellen Meister auf und bat ihn darum, ihm die Höchste Persönlichkeit Gottes zu offenbaren. "Nichts einfacher als das", sagte der spirituelle Meister. "Siehst Du den Berg da drüben? Steige hinauf und der Herr wird sich Dir zeigen." "Wer hätte das gedacht. Das ist ja wirklich nicht schwer", dachte sich der Mann und machte sich auf den Weg. Er kletterte die Flanke des Berges entlang und wendete sich dem Gipfel zu. Der Weg war steil und beschwerlich, doch bald hatte er sein Ziel schon fast erreicht. Plötzlich jedoch rutschte der Mann ab und schlitterte einen Abhang hinunter.

Gerade noch bevor er sich zu Tode stürzte, gelang es ihm, sich an einen Ast zu klammern. Nun hing er da zwischen Himmel und Erde und konnte weder vor noch zurück. In seiner Verzweiflung fing er an zu beten: "Lieber Gott, bitte hilf' mir in meiner Not! Ich werde auch alles tun, wenn Du nur mein Leben rettest!" Und sein Gebet wurde erhört. Vom Himmel über ihm hörte er eine Stimme sagen: "Ich habe Dein Flehen gehört und wenn Du versprichst, zu tun, was ich Dir sage, dann werde ich Dich unten auffangen." Der Mann blickte nach unten, konnte aber nichts sehen. Er bekam gewisse Zweifel. Dennoch antwortete er: "Ja, ich werde tun, was Du sagst! Nur rette mein Leben!" "Gut,", sagte die Stimme, "dann lasse den Ast los!"

*Das Zitat stammt vom chinesischen König K'ung-fu-tzu (Konfuzius). Er lebte wahrscheinlich von 551 bis 479 v. Chr.

Zur Aussprache von Prajnana:
प्रज्ञान prajñāna [praj nana], das j wird wie das dsch in Dschungel gesprochen und das erste ñ wie in Canyon. Die Betonung liegt auf dem mittleren ā.