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Prajnana Yoga ist ein Angebot für traditionelles Hatha Yoga in Berlin

Martin

Eigentlich komme ich aus einer ganz anderen Ecke: Handwerk, Architektur, Immobilien. Die erste Begegnung mit Yoga hatte ich bei Ananda Marga. Als dann eine ganze Zeit später die Dominanz der weltlichen Aufgaben nachlies und die ruhende Suche nach tieferliegendem Sinn sich wieder mehr Raum verschaffen konnte, machte ich "zufällig" meine erste Yogastunde im raum für Yoga. Damals war ich mir nicht klar darüber, welche Bedeutung dies für mich haben würde: Diese erste Stunde war der Beginn eines erkenntnisreichen Weges voller Veränderungen, vieler neuer, schöner Erfahrungen und ungeahnter Entwicklungen. Und es ist mein ganz eigener Weg: Das, was Dich suchen lässt, ist das, was Du suchst.

Yoga

Was ist Yoga? Darüber findet man Informationen ohne Ende. Meine Wahrnehmung ist, dass die Vorstellungen und Bilder, was Yoga ist und was es sein sollte, sehr weit auseinander gehen. Insofern finde ich es angemessener, eigene Erfahrungen zu machen, besser ihnen zu trauen und zu untersuchen: Was ist Yoga für mich? Und was kann Yoga für Dich sein? Hier findest Du einiges darüber, was Yoga für mich persönlich bedeutet und was Prajnana Yoga ist. Wenn Du Lust hast, Yoga auszuprobieren oder Fragen dazu hast, nimm gerne Kontakt zu mir auf. Ein guter Einstieg ist der Präventionskurs. Wir können auch Einzelunterricht vereinbaren oder Du kommst in eine meiner offenen Yogaklassen. Zurzeit unterrichte ich im raum für yoga. Ich freue mich von Dir zu hören!

Mantra

Glück ist vielleicht kein Schicksal, sondern Übungssache. Das Singen und Hören von Mantras beim Yoga kann dabei unterstützen, subtile Energien zu aktivieren, unseren Geist zur Ruhe zu bringen und so das Gefühl von Zufriedenheit und Glück verstärken. Die Stimme ist Ausdruck der Seele. Singen macht Freude. In meine Yogaklassen binde ich gerne Mantras ein - am Anfang der Stunde, in der Endentspannung und auch zwischendurch - begleitet von der akustischen Gitarre. Die Wiederholung von Silben, Wörtern oder Sätzen steht dabei im Vordergrund - mit traditionellen oder dem westlichen Musikempfinden angepassten Melodien.

Prajnana Yoga ist ein Wort aus dem Sanskrit, der Sprache des Yoga und der heiligen indischen Schriften und bedeutet "Weisheit, Intuition, höheres Wissen". Prajnana Yoga steht auch für die Eigenschaften "erkennbar, unterscheidbar". Es heißt aber auch Bewusstsein und steht somit für die schönste Erfahrung, die wir Menschen machen können: die Erkenntnis einer spirituellen Realität, des Eins-Seins mit Gott, dem Universum, dem Göttlichen, von bedingungsloser Liebe. Das Wort "Yoga" stammt auch aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie "zusammenfügen" oder (den Geist) "anbinden" (von "yug" = Joch).

Aber keine Angst, das hier ist nichts Kompliziertes, kein Geheimwissen und auch nichts Besonderes. Die Idee von Yoga ist einfach und leicht zu verstehen!

Wie wirkt Yoga? Was ist das Ziel? - Prajnana Yoga möchte gerne ein lebenspraktisches Angebot für Dich sein. Erkenntnis meint sowieso nicht etwas Theoretisches, Intellektuelles - oder irgendeinen esoterischen Schnickschnack - sondern meint etwas tatsächlich Greifbares, Fühlbares, Erlebbares, also etwas, das Du selbst wahrnehmen, fühlen und erleben kannst. Es geht also nicht um etwas, woran Du glaubst und es ist auch ziemlich egal, welchen Namen Du dieser Sache gibst (Gott?). Es geht vielmehr um Dein eigenes Erleben von Vertrauen in das Leben, in Deine eigene Seele oder in das, was auch immer Du persönlich in Form einer höheren Energie, eines Gottes verehrst oder wie Deine Gottesidee und Dein Wort dafür ist.

Wenn Du Lust hast, Yoga auszuprobieren, kannst Du einfach zu einer Probestunde kommen. Erlebe direkt, wie sich Yoga für Dich anfühlt!

Ganz gleich, wie Du über all das denkst: Wir versuchen über etwas zu sprechen, was ziemlich jenseits von Sprache liegt. Wie bei einem Mantra geht es hier nicht um kopfmäßiges Verstehen, sondern um das eigene Erfahren der natürlichen Verbundenheit mit etwas Höherem. Und bis zu dieser erlebten Erkenntnis ist es vielleicht ein etwas längerer Weg - aber nur vielleicht.

In jedem von uns gibt es einen Kern von tiefer Verbundenheit und reinen Mitgefühls. Und dieser Kern ist nicht Körper und nicht Geist, sondern etwas Spirituelles - eine unumstößliche Verbindung zu etwas Höherem. Wir alle möchten diese Verbundenheit (wieder) spüren und streben nach Erkenntnis - auch wenn uns das vielleicht selbst gar nicht so klar ist. Yoga ist ein über lange Zeit erprobtes, ganzheitliches und lebenspraktisches Übungssystem. Dieses System funktioniert - und das auch für Dich!

Entscheide Dich anzuhalten! Für Dich selbst!

Weit verbreitet sind im Yoga die Körperübungen (asana) - sie stehen bei vielen Yogaschulen im Vordergrund. Das ist auch gut so, denn über den Körper können wir erst einmal einen relativ leichten Zugang finden zu dem, worum es eigentlich im Yoga geht: Deinen Geist zur Ruhe zu bringen. Wozu soll das gut sein? Ohne Ruhe im Kopf keine Erkenntnis! Ohne Ruhe ist der Blick nach innen schwer möglich. Wie sollst Du Dich spüren, wie sollen Empfindungen hochkommen können, wenn Du immerzu mit Dingen in Deinem Kopf (Deinen Gedanken) beschäftigt bist? Ruhe zu finden und Stille auszuhalten ist für die meisten nicht so einfach. Allerdings spürt man die positive Wirkung oft bereits in der allerersten Yogastunde: Du fühlst Dich irgendwie entspannter, ausgeglichener, ruhiger.

Ein unruhiger Geist mit vielen Gedanken stört die Intuition, den Zugang zum Sein - so erlebe ich das für mich auch. Das freie Fließen Deines Bewusstseins wird besser möglich, wenn Du Deine Sinneswahrnehmungen einschränkst, reduzierst, verlangsamst. Dafür gibt es im Hatha Yoga eine Reihe von Techniken. Zum Beispiel kannst Du Dich auf den Punkt zwischen Deinen beiden Augenbrauen fokussieren (shambhavi mudra). Du kannst Dich und das, was in Dir ist, besser erkennen, wenn Du Dich von den äußeren / störenden Einflüssen weitgehend zurückziehst. Das ist Yoga.

Yoga zeigt sich im Deinem Alltag, in Deinem normalen Leben. Prajnana Yoga fokussiert eine alltäglich gelebte natürliche Absicht, keine Theorie. Dein Geist ist dann ruhig oder wird es, wenn Du aus einer inneren Stille heraus ganz selbstverständlich eine Haltung von Freundlichkeit (Wohlwollen) lebst. Und da geht es erstmal nicht um die Erlangung einer geistiger Befreiung, Erleuchtung oder das "Erwachen". Yoga zeigt sich nämlich "in der Tat" - im freiwilligen, natürlichen Tun. Wohlwollen hat mit Freude zu tun. Und Freude fühlt sich für mich an wie ein selbstverständlicher Teil der Erleuchtung.

Dein Blick richtet sich im Yoga immer mehr nach innen. Du gewinnst auf diese Weise nach und nach Zugang zu Deinen inneren Bildern ohne bewusste Analyse (Deiner Intuition!?). Und dann spürst Du, "dass da etwas ist", Du spürst Verbundenheit, die Verbindung zu Deinem Herzen und zu Deinem eigenen inneren Göttlichen. Du verstehst dann, dass Du wirkliches Glück, das wir alle im Leben suchen, nicht im Außen finden kannst, sondern nur in Deinem eigenen Inneren entdeckt werden kann. Kein Mensch, kein Ding der Welt wird Dich letztlich glücklich machen, das kannst nur Du selbst. Das ist für sich genommen eine große Erkenntnis.

Du genießt diese Zeit - stillsitzend, atmend, schweigend.
Du wirst Dich danach sehnen.

Und das Glück, das Du in diesen stillen Momenten der Verbundenheit erlebst, ist so viel größer, tiefer, aufrichtiger, freier und vor allem bedingungslos, dass irdisches Glück dagegen wie ein Witz erscheint. Wenn Du die klare, einfache, direkte Existenz von innerem Glück fühlst, dann verwandelt Dich etwas, dann macht Dich etwas wach. Und Du spürst, dass dieses Etwas Dich weiter führen wird. Du hast eine sichere Ahnung, dass da noch eine viel tiefere Schönheit und Freude - in Form Deines still wahrgenommenen Lebens - von Dir entdeckt werden kann.

Und: Yoga ist kein Wundermittel. Es braucht ein gesundes Maß an Beharrlichkeit, ein liebevolles Dabeibleiben, etwas Ausdauer und das Vertrauen, dass dieser Weg der richtige ist. Unser Alltag ist ein Leben im Außen, dominiert vom Denken, unverbunden. Durch Stille entwickelt sich im Laufe der Zeit Wahrnehmung und Achtsamkeit für den eigenen Körper - das Bewusstsein wird sozusagen "wacher" und das Bedürfnis gewinnt an Bedeutung, immer mehr das zu tun, was deutlich erfahrbar so gut tut und pures, bedingungsloses Glück ist. Voraussetzung dafür, tun zu können, was Dir gut tut, ist: das Lösen und das Frei sein von Abhängigkeiten. Dazu mehr unter Der achtgliedrige Yogaweg

Zurückerobern des Körpers

Prajnana Yoga steht also - erst einmal - für das Zurückerobern des Körpers, für das Lernen, den Körper wieder wahrzunehmen, zu spüren und wieder sicher zu wissen, was ihm gut tut. Dieses Zurückerobern wird unterstützt durch bewusstes Lenken der Energieströme im Körper (pranayama) und durch das Hören oder Singen von Mantras. Spätestens wenn ein ausreichendes Maß an körperlicher Gesundheit und Stabilität erreicht wurde, öffnet und verstärkt sich in Dir das natürliche Bedürfnis nach mehr Tiefe.

Wir werden unseren Körper nicht ewig behalten. Das steht fest. Insofern liegt es nahe, uns mehr um unser ewiges spirituelles Selbst - die Seele - zu kümmern. Es ist einleuchtend, unser Streben darauf zu richten. Yoga ist der Zugang dazu.

Mein Ansatz ist ein ganz lebenspraktischer: Man muss kein Asket, Mönch oder Eremit werden. Ich finde es spannend, mich den Aufgaben des weltlichen Lebens zu stellen und gleichzeitig spirituell zu bilden und zu entwickeln. Und ich vermute, es ist kein Widerspruch, den uns gegebenen Verstand zu nutzen, um sich mit den inneren Ängsten, Zweifeln und Schwächen auseinandersetzen. Die Aufgabe besteht vielleicht erst einmal darin, mit der erforderlichen Demut die dazu notwendige innere Ruhe zu finden und ein positiver Beitrag für seine Mitmenschen zu werden.

Einst suchte ein Mann einen spirituellen Meister auf und bat ihn darum, ihm die höchste Persönlichkeit Gottes zu offenbaren. "Nichts einfacher als das", sagte der spirituelle Meister. "Siehst Du den Berg da drüben? Steige hinauf, und der Herr wird sich Dir zeigen." "Wer hätte das gedacht. Das ist ja wirklich nicht schwer", dachte sich der Mann und machte sich auf den Weg. Er kletterte die Flanke des Berges entlang und wendete sich dem Gipfel zu. Der Weg war steil und beschwerlich, doch bald hatte er sein Ziel schon fast erreicht. Plötzlich jedoch rutschte der Mann ab und schlitterte den Abhang hinunter.

Gerade noch bevor er zu Tode stürzte, gelang es ihm, sich an einen Ast zu klammern. Nun hing er da zwischen Himmel und Erde und konnte weder vor noch zurück. In seiner Verzweiflung fing er an zu beten: "Lieber Gott, bitte hilf mir in meiner Not! Ich werde auch alles tun, wenn Du nur mein Leben rettest!" Und sein Gebet wurde erhört. Vom Himmel über ihm hörte er eine Stimme sagen: "Ich habe Dein Flehen gehört, und wenn Du versprichst zu tun, was ich Dir sage, werde ich Dich unten auffangen." Der Mann blickte nach unten, konnte aber nichts sehen. Er bekam gewisse Zweifel. Dennoch antwortete er: "Ja, ich werde tun, was Du sagst! Nur rette mein Leben!" "Gut", sagte die Stimme, "lass den Ast los!"

Zur Aussprache von Prajnana:
प्रज्ञान prajñāna [praj nana], das j wird wie das dsch in Dschungel gesprochen und das erste ñ wie in Canyon. Die Betonung liegt auf dem mittleren ā.